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KI-News · 24. August 2026

DeepSeek startet Ultra-Billig-KI-Modell auf Anthropic-Niveau: 87 Cent statt 50 Dollar pro Million Token

DeepSeek hat am 23. August 2026 ein experimentelles Multimodal-Modell namens DeepSeek-V4-Flash-Vision-Exp gelauncht, das laut eigenen Benchmarks mit Anthropic's Claude Opus 4.8 konkurriert. Kernvorteil: Der Preis. DeepSeek kostet etwa 87 Cent pro Million Token-Input, während Anthropic etwa 50 Dollar verlangt. Das ist ein Kostenvorteil von über 98 Prozent.

Die harten Zahlen

  • DeepSeek-V4-Flash-Vision-Exp kostet 87 Cent pro Million Input-Token, Anthropic's Claude Opus 4.8 etwa 50 Dollar
  • Bei den von DeepSeek selbst veröffentlichten elf Benchmarks schlägt das neue Modell Claude nur auf drei Aufgaben (DeepSWE, Agents' Last Exam, ZeroBench)
  • Claude führt auf acht von elf Tests, teilweise mit großem Abstand (12-Punkte-Gap bei NL2Repo)
  • Die Tests stammen aus DeepSeek's eigenem Labor, nicht von unabhängigen Instituten

Warum das spannend ist

Das ist der klassische Preis-Leistungs-Poker, den wir von chinesischen KI-Herstellern gewohnt sind. DeepSeek kann das leisten, weil die Herstellung in China billiger ist und der Konzern weniger Gewinnansprüche hat als westliche Börsen-KI-Firmen. Das schafft Druck auf die gesamte Preis-Architektur der Branche.

Für KMU-Geschäftsführer ist das relevant: Falls DeepSeek technisch wirklich mit Claude konkurriert (und die unabhängigen Benchmarks das bestätigen), wird der Druck auf OpenAI und Anthropic enorm. Preissenkungen sind wahrscheinlich. Wichtig aber: Die Tests sind von DeepSeek selbst gemacht. Claude Opus 5 (die neuere Version) wurde nicht gemessen. Das ist ein klassisches Marketing-Signal.

Was das für dich als Unternehmer bedeutet

  • Beobachte DeepSeek-Modelle auf unabhängigen Benchmarks (wie HELM oder LiveBench), bevor du Produktionsverträge mit Anthropic oder OpenAI langfristig bindest
  • Nutze die Preis-Konkurrenz als Verhandlungshebel in aktuellen Verträgen: "DeepSeek kostet 87 Cent pro Million Token" ist ein handfestes Argument
  • Teste DeepSeek selbst in nicht-kritischen Use-Cases (Dokumentation, Code-Review, Brainstorm), wo DSGVO unkritisch ist, um Preismodelle zu vergleichen
  • Achte auf Hidden Costs: Chinesische Infrastruktur bedeutet potenzielle Latenz aus dem DACH-Raum und Datenschutz-Compliance-Fragen, besonders bei sensiblen Daten

Quellen


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