Anmelden
Alle KI-News
KI-News · 03. Mai 2026

Ein 22-Jähriger hat OpenAIs schlimmsten Alptraum gebaut, und opensourced es

Bild: techcrunch.com

Ein Entwickler namens Gomez hat im November 2025 OpenClaw veröffentlicht: einen autonomen KI-Agenten ohne die Sicherheitsvorkehrungen, die sonst Big Tech umhüllt. Forbes berichtet, dass die Architektur bereits von Hunderten Entwicklern kopiert wird. Das Problem: Frontier-Capabilities ohne Frontier-Sicherheit, gebaut von jemandem, der sein Passwort wahrscheinlich auf einem Post-it klebt.

Die harten Zahlen

  • Gomez trainierte sein Modell mit 770 Millionen Parametern, hat aber bereits Anleitung für 1 Billionen Parameter geschrieben (würde Dutzende Millionen Dollar kosten, ist aber technisch dokumentiert).
  • DeepSeek bewies 2025, dass hochleistungs-KI-Modelle zu einem Bruchteil der westlichen Kosten möglich ist, seither wurden diese Systeme weltweit in downstream-Systeme integriert.
  • Gomez veröffentlichte OpenClaw vollständig quelloffen, ohne trainierte Gewichte oder vollständige Sicherheitsevaluierungen.
  • Die Architektur wird aktuell von Entwicklern experimentell weiterentwickelt, es entstehen Tutorials und Debatten über die nächste Modell-Generation.

Warum das spannend ist

Das zeigt einen fundamentalen Bruch in der KI-Kontrolllandschaft. Während OpenAI und Anthropic Billionen in Datenzentren und Sicherheit investieren (OpenAI plant 1,4 Billionen Dollar über acht Jahre), können einzelne Hacker jetzt frontier-grade Systeme nachbauen und freigeben. DeepSeeks Kosteneffizienz hat die Eintrittsbarriere zerstört.

Das ist nicht nur ein technisches Phänomen, sondern ein Machtwechsel: Von "nur große Konzerne können das bauen" zu "jeder mit GPU-Zugriff und StackOverflow-Skills kann es bauen". Der fehlende Safety-Overhead bei OpenClaw bedeutet auch fehlende Kontrolle über Misuse. Keine Red-Team-Tests, kein abuse-Monitoring, kein rechtlicher Rahmen.

Was das für dich als Unternehmer bedeutet

  • Deine KI-Budgets werden billiger, aber auch weniger vorhersehbar: Plötzlich gibt es tausend offene Modelle statt drei proprietäre. Welche nutzt du, wer haftet wenn ein unsicheres System dein Unternehmen zerstört?
  • Dein Vendor-Lock-in bei OpenAI bröckelt schneller als erwartet. Das spart Kosten, schafft aber neue Compliance-Risiken, besonders in der DSGVO-Zone, wo du für jeden Datentransfer in US-Rechenzentren argumentieren musst.
  • Deine IT-Sicherheit kann nicht mehr darauf verlassen, dass "nur autorisierte Agenten" auf Firmendaten zugreifen. Ein beliebiger Open-Source-Agent, den ein Praktikant downloaded hat, könnte morgen dein Netzwerk scannen.
  • Du brauchst jetzt interne Governance: Welche offenen Modelle darfst du verwenden, welche sind verboten? Das war vorher eine akademische Frage, wird jetzt zur Betriebsfrage.

Quellen


Automatisch zusammengefasst aus oeffentlich zugaenglichen Quellen. Keine Rechts- oder Fachberatung.

Was meinst du dazu?

Mitreden im Lab

Kommentieren können Mitglieder. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und bringt dir Tutorials, Werkzeuge und den Stammtisch.

Weitere Meldungen