Anmelden
Alle KI-News
KI-News · 12. Oktober 2026

DeepSeek verarbeitet mehr Token als OpenAI, und das kostet Milliarden

Bild: finance.yahoo.com

In der letzten Septemberwoche verarbeitete das chinesische Modell DeepSeek allein 36,8 Billionen Token auf OpenRouter, mehr als OpenAI, Google, Anthropic und xAI zusammen (33 Billionen). OpenAI reagiert mit massiven Preiskürzungen, doch die Rechnung geht nicht auf: Der Konzern rechnet jetzt mit einem jährlichen Betriebsverlust von 278 Milliarden Dollar.

Die harten Zahlen

  • DeepSeek allein: 36,8 Billionen Token pro Woche (September 2026)
  • OpenAI, Google, Anthropic, xAI kombiniert: 33 Billionen Token
  • OpenAI senkte GPT-5.6 Luna um 80 Prozent (Juli), GPT-6 um 50 Prozent (September)
  • OpenAI erwartet erst 2030 positive Cash-Flow, verschiebt IPO über 2026 hinaus

Warum das spannend ist

Die Gewinnerwetten im KI-Markt verschieben sich. Chinesische Labs dominieren jetzt bei der Volumen-Metrik, während US-Anbieter mit Preisschlachten ihre Rentabilität untergraben. OpenAI hatte noch 2024 das Narrativ geprägt, dass es alternativ keine ernsthaften Konkurrenten gibt, jetzt verliert es die Kostenführerschaft gegen Open-Weight-Modelle, die Unternehmen kaum etwas kosten.

Das Problem: OpenAI und Anthropic verdrehen damit ihre eigene Wettbewerbsdynamik. Indem sie Preise senken, machen sie ihre Schluss-Endlos-Services unrentabler und führen gleichzeitig mehr Kunden zu günstigen Alternativen. Anthropic reagiert mit Claude Haiku 5.5 (0,10 Dollar Input), OpenAI mit noch tieferen Cuts. Doch ein Betriebsverlust von 278 Milliarden jährlich ist kein Skalierungs-Problem, das sich durch Volume-Anreize löst.

Was das für dich bedeutet

  • Prüfe jetzt, ob deine KI-Ausgaben durch Open-Source-Modelle (DeepSeek, Llama) über OpenRouter um 80 bis 90 Prozent sinken können, ohne Vendor-Lock-in bei OpenAI.
  • Achte auf die Vertragsklauseln: Falls du noch mit OpenAI unter älteren Konditionen gebunden bist, verhandele Anpassungen, bevor 2027 die nächste Preisrunde kommt.
  • Hebe dich nicht auf die Ankündigung von OpenAI-Features oder Sicherheits-Versprechen ab. Ein Anbieter ohne positive Cash-Flow bis 2030 könnte plötzlich Grenzen setzen oder abdrehen.
  • Teste parallel mehrere Anbieter und APIs (z. B. OpenRouter mit einer Schicht), deine KI-Infrastruktur darf nicht an eine einzelne Rettungsstory hängen, zumal die US-Finanzierungskrise bei OpenAI real ist.

Quellen


Automatisch zusammengefasst aus oeffentlich zugaenglichen Quellen. Keine Rechts- oder Fachberatung.

Was meinst du dazu?

Mitreden im Lab

Kommentieren können Mitglieder. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und bringt dir Tutorials, Werkzeuge und den Stammtisch.

Weitere Meldungen